„Ein bewegtes und intensives Jahr mit außergewöhnlichen Ereignissen und vielen Bautätigkeiten liegt hinter uns“, begann Vorstand Edgar Mäntele die Generalversammlung des Sportclub Hofstetten im Eugen-Klaussner-Vereinsheim am Donnerstag letzte Woche.
Das Vereinsheim war wie immer proppenvoll, was aber nicht nur den hochkarätigen Ehrungen geschuldet war. Mäntele verwies auf die Sympathie, die dem Sportclub entgegengebracht wird, denn die Mitgliederzahl ist kontinuierlich auf 670 angewachsen. 300 Aktive und Jugendliche befinden sich derzeit im Spielbetrieb, bestreiten 130 Pflicht- und unzählige Vorbereitungsspiele, was zusammen mit dem Trainingsaufwand in Verbindung mit der Platzbelegung koordiniert werden muss – „eine Mammutaufgabe“, so Mäntele. Ein Dank ging deshalb an Fabian Huber und Jannik Ruf. Der SC-Vorstand danke auch dem Platzteam mit Franz Schmid, Heinrich Neumaier und Claus Ruf, die immer das beste „Grün“ im Blick haben und dafür unzählige Stunden für Mähen, Düngen, Sanden, Lochen und Ausbesserungen im Einsatz sind. Und wenn sich schon der Ehrenvorsitzende Josef Kaspar und Ehrenmitglied Kurt Pöhlandt nicht zu schade sind, wöchentliche für gerade und sichtbare Linien auf dem Spielfeld zu sorgen, kann sich jeder vorstellen, wie beim „esszeh“ Ehrenamt gelebt wird. „Das ist auch die DNA des Sportclubs“, wie Edgar Mäntele die in hohem Maße geleistete Sozialarbeit bezeichnet.
Für Schriftführer Timo Schwendemann hieß das Motto in seinem Jahresrückblick Danke zu sagen. In seiner Präsentation hatte er viele schöne Momente festgehalten, so die LED-Anzeige, den Klimaschutzpreis, mit dem der Sportclub ausgezeichnet wurde, die Waldkicker-Aktion, den VIP-Alarm mit Dragoslav „Steppi“ Stepanovic, das Fußball-Landerspiel der Bürgermeisternationalmannschaften Deutschland vs. Ukraine und den Jugendfußball zum Anfassen mit dem Fußball-Camp und „Albert-Ruf-Turnier“. Ein Dank ging auch an Zweitliga-Profi Lars Kehl, durch den Hofstetten öfters mal ein Heimspiel an der „Bremer Brücke“ besuchen kann. Dass der Sportclub finanziell auf soliden Beinen steht, wurde beim Bericht von Severin Witt deutlich. 1048 Belege mit einer Buchungssumme von 912.000 Euro lassen erahnen, welche Arbeit hier geleistet wird. Ehrenvorstand Josef Kaspar bescheinigte Severin Witt eine einwandfreie Kassenführung und konnte ihn auch entlasten.
Gespannt folgten die Mitglieder dann den Sportberichten, die Damentrainer Jan Wernet mit den Frauen begann. Im November 2021 hatte er das bis dahin sieglose Team von Interimscoach Dominik Hertlein übernommen, kontinuierlich die Mannschaft weiterentwickelt und steht heute in der Verbandsliga auf dem vierten Tabellenplatz. „Wir haben uns etabliert und unser Ziel erreicht“. Wernet deutete an, dass es auch noch weiter nach oben gehen könnte und bat Bürgermeister Martin Aßmuth, sich in zwei Jahren schon mal auf eine Feier einzurichten. Michael Kornmaier übernahm die Sportberichte für die Aktiven. „Es macht Spaß der Mannschaft zuzuschauen“, fasste er kurz und knapp den Erfolg der ersten Mannschaft mit Platz eins in der Landesliga zusammen. „Mal schauen, wohin die Reise geht“. In seinen Ausführungen verwies er auf das damalige Biereck-Treffen verbunden mit der Rückholaktion von Hofstetter Spielern bei auswärtigen Vereinen. „Es passt einfach sehr gut, wir müssen aber die Maschine am Laufen halten“, appellierte er. Mit Moritz Matt, Lukas Nitzsche und Jonas Kinast ehrte er die besten Trainingsbesucher. Claudio Heller (250), Jochen Neumaier (250), Daniel Lupfer (300), Michael Krämer und Marco Neumaier (je 400) wurden für ihre Verbands-Spieleinsätze belohnt. Von der Jugend berichtete Fabian Huber. Derzeit sind 144 Spieler und Spielerinnen in 16 Mannschaften am Start, die von 40 Trainer und Trainerinnen betreut werden. Bei den C-, B- und A-Junioren hat man gute Partner, alle anderen Mannschaften sind in der Obhut des „esszeh“. Der Dana-Cup in Dänemark war das Highlight des Jahres, eines der größten Jugendturniere in Europa.
Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth oblag es dann die Entlastung vorzunehmen.
„Mir tut es gut in die Landesliga-Tabelle zu blicken, wo Hofstetten ganz oben steht“, freute er sich und fügte mit Blick zu den Trainern Jan Wernet, Timo Kinast und Marco Petereit hinzu: „Das Frühstück ist eingeplant, wir sind gerichtet“. Aßmuth als Bürgermeister freut es auch, wenn so namhafte Traditionsvereine wie Offenburg, Kehl, Oberkirch oder Bühl mit Staunen zum kleinen Schwarzwalddorf Hofstetten blicken. „Das Trikot tragen zu dürfen“, sagte er mit Dank an die Rückkehrer, „ist schon etwas Besonderes“. Das Projekt Kunstrasen wurde auch kurz angesprochen und dann leitete Aßmuth zu den Neuwahlen über. Vom Dreier-Vorstand Edgar Mäntele, Thomas Kreyer und Dominik Hertlein, schied Letzterer aus diesem Gremium aus, an seine Stelle wurde Severin Witt gewählt. Alle anderen stellten sich zur Wiederwahl und wurden einstimmig bestätigt. Marco Neumaier wurde als Beisitzer neu in den Gesamtvorstand aufgenommen, er ist verstärkt den allgemeinen Betrieb.
